Fluch 

Nach dem Sündenfall sprach Gott Flüche über die Tiere, den Teufel, die Menschen und die Erde aus, 1. Mose 3:14-19: Da sprach Gott der HErr zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein. Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und hast gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, – verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. Jeder dieser Sätze ist folgenschwer. Die Sätze stecken die Bedingungen ab, denen wir auf dieser Erde unterworfen sind:

Da sprach Gott der HErr zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. :: Gott spricht zu der Schlange, vermutlich spricht er damit zugleich zum Teufel. Die Schlange bzw. der Teufel soll verflucht sein mehr als alle Tiere. Das heißt aber: Die gesamte Tierwelt wurde unmittelbar verflucht, und sie wurde hart verflucht: Tiere können nur überleben, wenn sie sich gegenseitig bei lebendigem Leibe fressen. Darüber hinaus leiden sie unter Krankheiten und körperlichen Beschwerden wie Menschen auch.

Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang. :: Das sind viele Worte zu einer einzigen Tierart gesprochen, während alle anderen Tierarten kommentarlos verflucht wurden. Ziemlich sicher ist darum hier nicht eine Tierart angesprochen, sondern der Teufel, der in der Bibel Schlange genannt wird, Off. 12:9: ... die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas ... Was Luther mit „Erde essen“ übersetzte, sollte heißen: Staub fressen. Eine Schlange frisst nicht wirklich Erde oder Staub, sie frisst andere Tiere. Der Ausdruck passt besser auf Menschen und bedeutet: in Schande und Niedrigkeit leben, in Untergebenheit zu anderen Menschen leben (vgl. Jes. 49:23, Ps. 72:9, Micha 7:17). Es könnte also gemeint sein, dass die Menschen, die zum Samen des Satans zählen, ihr Leben lang in Niedrigkeit leben müssen. Spätere Flüche Gottes über Kain und seine Nachkommen oder über Esau und seinen Nachkommen bestätigen das.

Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe ... :: Gott verordnet dem Teufel, Feindschaft gegen Frauen zu üben. Nichts Vergleichbares verordnet er gegen Männer. Dem Teufel ist also geboten, einen gewaltigen Unterschied zu machen zwischen Männern und Frauen. Den Männern darf er nicht dasselbe tun wie er den Frauen tun muss. Nur wenn die Frau sich unter die Autorität des Mannes stellt, ist sie geschützt. Wenn sie das nicht tut, wird sie zu einem Instrument der Bosheit, die nicht menschlich, sondern teuflisch ist.

... und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. :: Eva hat Samen, sprich Nachkommen. Das sind die Kinder von Adam und Eva. Der Teufel hat aber auch Samen, sprich Nachkommen. Das ist Kain. Zwischen diesen beiden Linien verordnet Gott Feindschaft. Gott redet hier zum Teufel. Die Feindschaft geht also von den Nachkommen Kains aus; sie ist dem Teufel und seinen Nachkommen auferlegt. Es ist eine kuriose Situation, dass die selbsternannten „Juden “, die laut Jesu Worten vom Teufel abstammen (Joh. 8:44) und die Jesu Tod herbeiführen, dieser von Gott verordneten Feindschaft gehorsam sein müssen. Der Teufel will die Kreuzigung Jesu nicht, er wird ja durch sie gerichtet (vgl. Matth. 16:21-23 oder Hebr. 2:13-17).

Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. :: Der Same Evas (und Adams) tritt den Menschen aus der Linie Kains auf den Kopf, denn die Linie Kains ist verflucht, zu leben wie eine Schlange im Staub. Man könnte hier herauslesen, dass der Same Evas (und Adams) den Samen der Schlange letztendlich töten wird. Weil die Nachkommen der Schlange wie eine Schlange Staub fressen müssen, können sie trotz der verordneten Feindschaft immer nur in die Ferse beißen, höher kommen sie nicht.

Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein. :: Es ist offenbar, dass diese Worte Gottes in der Geschichte der Menschheit Wirklichkeit geworden sind. Es ist aber ebenso klar, dass heute genau diese Vorgaben Gottes von der Mehrheit der Menschen bewusst abgelehnt werden. Mehr dazu auf der Seite Frauen.

Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und hast gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, – verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. :: Diesen Flüchen Gottes kann man schwer entkommen. Der Einsatz der Herbizide und Pestizide macht mittelfristig sehr viel Schaden. Die Vermeidung von körperlicher Anstrengung ist ebenfalls kontraproduktiv. Adams Vergehen war, dass er der Stimme seiner Frau gehorcht hatte, ihrer Aufforderung gemäß vom verbotenen Baum zu essen. Man kann ableiten: Dem Mann muss Gottes Gebot wichtiger sein als die Meinung seiner Frau. Frauen beurteilen Dinge anders als Männer, sind verführbarer.

Zur besonderen Rolle der Frau im Sündenfall siehe die nächste Seite: Frauen.