Himmel und Hölle 

Die Bibel nennt zwei exklusive Orte für die Ewigkeit: den Himmel und die Hölle. Es ist eine Angelegenheit einfacher Logik, die Geringfügigkeit der Leiden oder Freuden dieses irdischen Lebens abzuschätzen: Wenn jemand im Himmel eine Milliarde Jahre in Herrlichkeit gelebt hat oder in der Hölle eine Milliarde Jahre Qualen erduldet hat, wieviel der Ewigkeit ist dann verbraucht? Gar nichts. Es ist so, als ob alles gerade erst beginnt. Ob die 70 oder 80 Jahre irdischen Lebens gelingen, ob sie angenehm oder unangenehm sind, ist belanglos im Vergleich zur Ewigkeit. Wenn es Himmel und Hölle wirklich gibt, dann ist nichts so wichtig wie die Klärung der Frage, wie man in den Himmel kommt.

Der Himmel wird als Ort der Herrlichkeit beschrieben, an dem Gott selbst wohnt. Wer dorthin Eintritt bekommt, wird diese Herrlichkeit und unaussprechliche Freude für immer genießen, ohne Zeitbegrenzung, siehe z. B. Offenb. 22:5: Und wird keine Nacht da sein, und sie werden nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Die Hölle ist der Ort der Verdammnis, an dem Menschen ohne Unterlass, ohne Aussicht auf Veränderung, in alle Ewigkeit leiden müssen, siehe z. B. Markus 9:43-44: So dich aber deine Hand ärgert, so haue sie ab! Es ist dir besser, dass du als ein Krüppel zum Leben eingehest, denn dass du zwei Hände habest und fahrest in die Hölle, in das ewige Feuer, da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöscht; oder Matth. 25:41: Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Auch der Teufel ist in der Hölle, aber nicht, um Menschen zu quälen, sondern um selbst gequält zu werden, Offenb. 20:10: Und der Teufel, der sie verführte, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war; und sie werden gequält werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Wenn auch eines jeden Menschen Schicksal entweder im Himmel oder in der Hölle endet, so wird es zwischen den Bewohnern des Himmels Unterschiede geben, vgl. 1. Kor. 3:14-15: Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch durchs Feuer. Ebenso wird es Unterschiede in der Hölle geben, siehe Luk. 20:47: ... sie fressen der Witwen Häuser und wenden lange Gebete vor. Die werden desto schwerere Verdammnis empfangen.

Es wird beim Jüngsten Gericht offenkundig werden, dass die rigorose Verherrlichung der Gläubigen, die in den Himmel kommen, wie auch die rigorose Verdammung der Gottlosen, vollkommen gerecht ist und nicht im Geringsten unangemessen, siehe z. B. Offenb. 19:1-2: Darnach hörte ich eine Stimme großer Scharen im Himmel, die sprachen: Halleluja! Heil und Preis, Ehre und Kraft sei Gott, unsrem Herrn! Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, ... Die Bosheit derjenigen, die dem Satan folgen, muss in Gottes Augen gewaltig sein. Die heiligen Engel und das „Lamm“ Christus, ein Sinnbild der Unschuld, teilen Gottes Standpunkt zu 100%, sonst würden sie den Blick abwenden, statt der Bestrafung der Gottlosen zuzuschauen, Offenb. 14:10: ... der wird vom Wein des Zorns Gottes trinken, der lauter eingeschenkt ist in seines Zornes Kelch, und wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm ...

Der so genannte Schächer am Kreuz bekam die ewige Seligkeit unmittelbar zugesprochen, siehe Luk. 23:42-43: Und er sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein. Gottes Gnade ist nah und wird dem Menschen, der sich seiner Sünde und Unwürdigkeit bewusst wird, sofort angeboten. Allerdings sollte man nicht übersehen, dass der Schächer am Kreuz für seine irdischen Vergehen hart leiden muss. Nachdem Jesus schon gestorben ist, werden dem Schächer noch bei lebendigem Leibe beide Oberschenkel gebrochen. Er sucht keine Erleichterung seiner körperlichen Qualen, sondern hält sie für gerecht, Luk. 23:41: ... wir empfangen, was unsere Taten wert sind ...

Was im Augenblick des Todes geschieht, wird kurz auf der nächsten Seite Todesstunde angesprochen.